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Fuldaaue und Karlsaue

Zwei ausgedehnte Naherholungsgebiete liegen in der Kassel direkt in der Fulda-Niederung – Karlsaue und Fuldaaue. Beide Parks liegen direkt nebeneinander und bilden so eine der größten deutschen innerstädtischen Grünanlagen. Als Parkanlage wurden erste Teile der Karlsaue bereits im 17. Jahrhundert angelegt. Zunächst spielten barocke Planungen eine große Rolle, bevor im 18. Jahrhundert Englische Landschaftsgärten als Vorbild dienten. Die Fuldaaue dagegen wurde erst in den 1970er Jahren als Park angelegt. Anlass war die Bundesgartenschau, die 1981 hier und in der benachbarten Karlsaue stattfand. Diese ist heute Staatspark des Landes Hessen, während die Fuldaaue städtisches Gelände ist.

Beide, Karlsaue und Fuldaaue sind heute mit Brücken über die Fulda verbunden. Die Karlsaue reicht dabei bis an die Innenstadt von Kassel heran. Sie wurde ursprünglich auf einer Fuldainsel angelegt. Der westliche Flussarm wurde später im Zuge der Parkerweiterung großteils zugeschüttet. Stattdessen existiert nun im ehemaligen Flussbett der kanalartige Küchengraben. Dauu besteht der Park aus zahlreichen weiteren künstlichen Gewächsen wie kleinen Seen und Teichen. Breite, ausgebaute Wege durchziehen das Gelände. Als Highlight begrenzt die Orangerie den Park nach Norden hin. Dort ist heute unter anderem das Museum für Astronomie und Technikgeschichte untergebracht.

Ebenfalls sehr wasserreich liegt am anderen Flussufer der Fulda die Fuldaaue. Gebräuchlicher ist der Name „Buga“ – wurde der Park wie oben erwähnt doch anlässlich einer Bundesgartenschau angelegt. Das Gelände war vorher Standort alter Kieswerke. Mittelpunkt des Parks ist ein großer See, der als Bugasee bekannt ist. Im Sommer dient er als Badesee, der nördliche Teil ist als Naturschutzgebiet abgetrennt. Die Natur hat sich diesen Teil als Brutstätte vieler Vogelarten erobert. In diesem Naturschutzgebiet brüten zahlreiche seltene Vögel. Die anderen Teile der Grünanlage werden häufig zum Grillen oder Sport treiben genutzt.

Trotz der großen Eingriffe durch den Menschen ist die Fuldaaue nach wie vor Überschwemmungsgebiet der Fulda und dient somit dem Hochwasserschutz. Teile des Geländes sind beinahe ursprünglich erhalten, so das eine große Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt herrscht. Auch bedrohte Arten kommen hier (noch) vor. Das Anliegen vieler Bürger und Vereine ist es daher, die Aue bestmöglich zu erhalten bzw. noch zu renaturieren.

 

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